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N E W S L E T T E R D E U T S C H E B O T S C H A F T P R A G6/2006------------------------------------------------------ Berlin hat einen neuen Hauptbahnhof ------------------------------------------------------ Berlin hat fast 17 Jahre nach dem Fall der Mauer einen zentralen Hauptbahnhof. Mit einem symbolischen Knopfdruck eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bahnchef Hartmut Mehdorn am Freitag (26.05.) den neuen Knotenpunkt direkt am Regierungsviertel. Nach acht Jahren Bauzeit ist die gut 700 Millionen Euro teure Station aus Glas und Stahl am Sonntag in Betrieb gegangen. Der teuerste und aufwendigste Bahnhofsneubau der Nachkriegszeit ist Teil eines Konzepts, mit dem die Fahrzeiten der Fernzüge bundesweit verkürzt werden. Zugleich entzerrt der Kreuzungsbahnhof den Verkehr am bisherigen Nadelöhr Berlin. Merkel nannte den Bahnhof mit seiner transparenten Konstruktion ein Symbol für ein weltoffenes Land. Die Kanzlerin bekannte sich klar zu einer Privatisierung der Bahn, "die nicht nur kommen soll, sondern kommen muss". Mit Bundestag und Bundesrat würden Form und Zeitpunkt der Privatisierung besprochen. Die Bundesregierung werde alles daran setzen, dass die Bahnreform nicht stecken bleibe. Die Bahn müsse für den europäischen Wettbewerb fit gemacht werden. Bahnchef Mehdorn bezeichnete den neuen Hauptbahnhof als Symbol für die Überwindung der deutschen Teilung. Von der Station auf dem einstigen Grenzstreifen zwischen Ost und West könnten nun Fahrgäste in alle Richtungen reisen. Auf den ober- und unterirdischen Gleisen des Hauptbahnhofs sollen täglich rund 1300 Züge von der S-Bahn bis zum ICE halten. Die Bahn rechnet langfristig mit 300000 Nutzern pro Tag. Neben einem Parkhaus gibt es ein Einkaufszentrum mit 80 Läden. Die Züge in Nord-Süd-Richtung unterqueren fortan die Stadt durch einen 3,6 Kilometer langen Tunnel.
------------------------------------------------------------- Internationaler Medienclub zur Fußball-WM ------------------------------------------------------------- Ein „ Internationaler Medienclub“ wird v om 6. Juni bis 9. Juli 2006 im Haus der Bundespressekonferenz e.V. Schiffbauerdamm 40, D-10117 Berlin, eingerichtet. Er soll vor allem ausländischen Journalisten während der Fußball-WM als Begegnungs-und Arbeitsstätte dienen, die nicht über eine FIFA-Akkreditierung verfügen. Das Bild Deutschlands in der Welt wird für die nächsten Jahre weitgehend von der Berichterstattung über und während der Weltmeisterschaft geprägt. Deswegen bietet die Bundespressekonferenz gemeinsam mit dem Verein der Ausländischen Presse (VAP) diese Aktion von Journalisten für Journalisten an: Bündelung der Angebote für die politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich interessierten Medien aus aller Welt an einem Ort in Berlin. Das Haus der BPK ist der ideale Ort wegen der
Die Journalisten aus aller Welt, aber auch die Mitglieder der BPK und des VAP haben Zugang zu den Service-Leistungen: Informationen über die Bundesregierung – Vermittlung durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)
Für den Zugang zum Internationalen Medienclub ist eine Akkreditierung notwendig, die vom BPA erstellt wird. Die Anträge sind an das BPA zu richten und werden dort bearbeitet. Um die Ausweise abzuholen, werden die Kolleginnen und Kollegen gebeten, sich zum BPA zu begeben und dort das notwendige Foto machen zu lassen. Die Ausgabe der Akkreditierungen ist montags bis sonntags von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr. Ein täglich wechselndes Programm, das sich an den aktuellen Ereignissen und Gegebenheiten ausrichtet, wird die Besucher des Internationalen Medienclubs immer auf dem Laufenden halten. Internetpräsenzen: www.internationaler-medienclub.com
-------------------------------------------------------------------- Der Palast der Republik in Berlin wird abgerissen --------------------------------------------------------------------- Am Palast der Republik schieden sich jahrelang die Geister. Einen «sozialistischen Schandfleck» schimpften seine Gegner den früheren Sitz der DDR-Volkskammer inmitten Berlins. Anhänger der politischen Linken und der Kulturszene kämpften dagegen lange für den Erhalt des Kolosses aus Beton, Glas und Stahl. Seit Ende Januar wird das 180 Meter breite und 32 Meter hohe Gebäude abgerissen. Bis Ostern 2007 soll «Erichs Lampenladen», wie der Palast mit den einst vielen Kugelleuchten im Foyer in Anspielung auf den früheren DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker im DDR-Jargon hieß, verschwunden sein. 2003 hatte der Bundestag den Abriss beschlossen. Doch die Diskussion über den Palast, der mit Bowlingbahn, Restaurants, Großem Saal, Weinstube und Theater auch Vergnügungsstätte vieler Ostdeutscher war, verstummte nie. Zuletzt war die skelettierte Ruine Schauplatz zahlreicher Kunstevents mit mehreren tausend Besuchern. Die ultimativ letzte Ausstellung vor dem Abriss gab es gleich mehrmals. Nach dem Willen des Bundestags soll anstelle des Palasts ein als Museum genutztes «Humboldt-Forum» mit einer Rekonstruktion der barocken Fassade des 1950 von der DDR-Führung gesprengten Berliner Stadtschlosses entstehen. Doch wann, steht noch in den Sternen. Niemand weiß bisher, wie die geschätzten Kosten von 535 bis 780 Millionen Euro aufgebracht werden sollen. So wird auf der Brache wohl erst einmal eine «grüne Wiese» als Übergangslösung angelegt. Der 1976 errichtete Palast - von den Berlinern auch «Palazzo Prozzo» genannt - musste bereits 1990 wegen Asbestverseuchung geschlossen werden. Bei dem gut 12 Millionen Euro teuren Abriss werden nun gewaltige Massen bewegt: Schiffe transportieren über die Spree rund 55 000 Tonnen Beton, 20 500 Tonnen Stahl und 300 Tonnen Glas ab. In die gegen Grundwasser abgedichtete Betonwanne mit den Kellerräumen werden rund 200 000 Tonnen Sand mit Wasser gespült. Damit soll das Areal seine Stabilität behalten und verhindert werden, dass der benachbarte Berliner Dom absackt. Die Abrissarbeiten können derzeit von einer drei Meter hohen Aussichtsplattform oder im Internet ( www.dhm.de/zcam/) verfolgt werden.
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