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N E W S L E T T E R D E U T S C H E B O T S C H A F T P R A G3/2006
---------------------------------------------- Am 30. und 31. Januar war Franz Beckenbauer als Präsident des Organisationskomitees der Fußball-WM 2006 in Deutschland in Prag zu Gast. Sein Besuch in Tschechien fand im Rahmen der Welcome-Tour des Organisationskomitees in alle für die Weltmeisterschaft qualifizierten Länder statt. Franz Beckenbauer wurde sowohl von Staatspräsident Vacláv Klaus als auch von Ministerpräsident Jiøí Paroubek empfangen. Der abendliche Empfang fand in lockerer Atmosphäre im Rudolfinum statt. Unter den rund 200 geladenen Gästen befanden sich unter anderen Ministerpräsident Paroubek, Innenminister Bublan, Antonín Panenka, Held der 1976 bei der Europameisterschaft siegreichen tschechoslowakischen Mannschaft, der ehemalige Fußballer Europas Josef Masopust und der Präsident des Tschechisch-m ährischen Fußballverbandes Mokrý. Beckenbauer und Niersbach veranschaulichten in einer unterhaltsamen Präsentation den Stand der Vorbereitungen zur diesjährigen WM. So stellten sie z.B. die 12 WM Stadien vor und berichtetenübrer den derzeitigen Stand des Kartenvorverkaufs, wobei sie den tschechischen Fusballfans eine freudige Nachricht übermitteln konnten: Für die Vorrundenspiele des tschechischen Teams werden pro Spiel 2000 zusätzliche Eintrittskarten für deren Anhänger zur Verfügung stehen. Am Dienstag morgen, nachdem Ministerpräsident Paroubek bei der Zusammenkunft mit dem Organisationskomitee den Plan des Baues eines neuen Nationalstadions in Tschechien bekanntgegeben hatte, reiste die Delegation weiter zur nächsten Station in die Schweiz.
--------------------------------------- Nach 20 Monaten Laufzeit wurde im Januar 2006 das PHARE-Twinning Projekt "Bekämpfung von Betrug zum Nachteil von finanziellen Interessen der EU und Finanzkriminalität" zwischen der Projektleitung der Polizei des Landes Baden-Württemberg und zuständigen Dienststellen im Polizeipräsidium in Prag erfolgreich beendet. Dies war bereits das vierte Twinning-Projekt der Polizei Baden-Württemberg in der Tschechischen Republik, das mit dem Schwerpunkt Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität für das EU-Beitrittsland zum Aufbau einer modernen und effizienten Polizeibehörde beitrug. Beide Seiten resümierten für die Projekte, die auch die Themenbereiche Korruptionsbekämpfung, Internetkrimininalität und verdeckte Ermittlungen beinhalteten, neben einem hohen Grad an Wissenstransfer auch bemerkenswerte Beschaffungsmaßnahmen zu Gunsten tschechischer Spezialdienststellen aus EU-Mitteln. Auch für die Durchführung eines Anschlussprojektes der EU bis Mitte 2008 konnte sich die Polizei Baden-Württemberg mit ihren Experten qualifizieren.
----------------------------------------------------------- Am 23. Januar wurde in Terezín das Zentrum für Sozialdienste in Terezin im Besein von Premierminister Paroubek und Botschafter Elfenkämper eröffnet. In dem zusammenhängenden Komplex (ehemals Bäckerei bzw. Metzgerei) sind acht kleinere Wohnungen für „soziales Wohnen“ entstanden. Seit Dezember 2005 werden diese Wohnungen vorübergehend von Familien genutzt, die ihren Wohnsitz in Folge des Hochwassers im Sommer 2002 verloren hatten. Das Projekt Terezin ist Teil der Arbeit des Zentrums für Sozialdienste Klobouk (Hut), das von der Diakonie der EKBB/ÈCE in Litomìøice betrieben wird. Diese Dependance der Diakonie hatte sich im Sommer 2002 mit praktischer Soforthilfe von Freiwilligen, materieller und finanzieller Unterstützung und psychosozialen Hilfsangeboten besonders stark engagiert. Die drei Häuser, die zu den ältesten zivilen Gebäuden in Terezín gehören, wurden von der Zentrale der EKBB-Diakonie erworben und unter Erhalt des historischen Kerns in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt in Litomìøice restauriert. Beteiligt waren nur Firmen aus der strukturschwachen Region. Die Diakonie-Katastrophenhilfe der EKD hat mit rund 920.000 EUR rund 2/3 der Gesamt kosten von ca. 40 Mio Kè für Hauserwerb und Sanierung getragen. Das Geld wurde aus Überschüssen des seinerzeitigen Fluthilfefonds aufgebracht. Ca. 1/3 trägt die HEKS, die Hilfseinrichtung der evangelischen Kirche der Schweiz, die häufig mit der Stuttgarter Diakonie kooperiert. Die Diakonie der EKD wird im ersten Projektjahr 2006 auch die Personalkosten finanzieren. Die Diakonie der EKBB wurde 1989 (wieder-)gegründet. Sie unterhält in Tschechien ein beeindruckendes Netz sozialer Einrichtungen (u.a.16 Seniorenzentren, 12 Zentren für behinderte Kinder und Erwachsene, 7 Kriseninterventionszentren). Rund 800 Hauptamtliche und 310 „feste“ Freiwillige kümmern sich um die Klientel.
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