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Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Handel
 

Nach den aktuellen Zahlen des tschechischen Statistischen Amtes ist der deutsch-tschechische Handel 2005 auf dem hohem Niveau von 1.169,8 Mrd. Kronen (39,27 Mrd. EUR) stabilisiert. Dabei lag der deutsche Import um 1,1% und der deutsche Export um 0,2% leicht niedriger als 2004. Tschechien ist für Deutschland nach Russland und Polen der 3.-wichtigste Handelspartner unter allen mittel- und osteuropäischen Staaten.

Für die Tschechische Republik ist die Bundesrepublik Deutschland mit einem Anteil von 33,2% bei den Exporten und 30% bei den Importen und 32% des tschechischen Außenhandels insgesamt mit weitem Abstand vor der Slowakei, Polen, Frankreich, Österreich und Italien der wichtigste Handelspartner.

Insgesamt ist die Tschechische Republik in ihren Handelsbeziehungen heute bereits eindeutig auf die EU orientiert, in die 2005 84,2 % der tschechischen Exporte gingen und aus der 70,8 % der Importe kamen. Insgesamt wurden damit 77,6% des tschechischen Aussenhandels mit der EU abgewickelt.

Seit 1998 hat Tschechien im bilateralen Handel einen Überschuss erwirtschaftet. Dieser betrug 2005 2,47 Mrd. Euro. Die meistgehandelten Güter waren in beide Richtungen Fahrzeuge und deren Vorprodukte, elktrotechnische Geräte, industrielle Maschinen und Zubehör, Metallerzeugnisse, Eisen-und Stahlerzeugnisse und Spezialmaschinen.

 
Investitionen
 

Die deutsche Wirtschaft hat sich in Tschechien seit 1993 mit Direktinvestitionen in Höhe von 12,97 Mrd. Euro (Stand 21.09.2005) stark engagiert. Mit 4,1 Mrd. Euro bisher größte Einzelinvestition war in 2002 der Kauf der staatlichen Anteile an der tschechischen Gaswirtschaft durch die RWE Anfang 2002. Die deutschen Unternhmen reinvestierten einen großen Teil ihrer Gewinne in Tschechien.

Weit mehr als tausend deutsche Unternehmen sind mit Tochtergesellschaften oder eigenen Niederlassungen vertreten, der Großteil davon mit eigener Produktion. Neben Großunternehmen wie Volkswagen (Škoda Auto), RWE, E.ON, Siemens, Bosch, Linde, T-Mobile und Continental sowie Banken, Versicherungen und Einzel- und Großhandelsketten finden sich auch zahlreich kleinere und mittlere Unternehmen mit dem besonderen Schwerpunkt Kfz-Zulieferindustrie.

Die günstige geographische Lage in einer aufstrebenden Region im Herzen Europas, technisch gut ausgebildete Arbeitnehmer, das noch relativ niedrige Lohnniveau sowie Investitionsanreize machen Tschechien zu einem attraktiven Standort. Der noch mit der ehemaligen Tschechoslowakei am 2. 10. 1990 geschlossene Investitionsförderungs- und Schutzvertrag gilt weiter. Ebenso ist das Doppelbesteuerungsabkommen vom 19. 12. 1980 noch in Kraft; eine Neufassung ist in Vorbereitung.

 

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