Am 12. Mai 2005 jährte sich zum 40. Mal die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Gemeinsam mit der israelischen Seite wurden zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen zu Kultur, Sport, Wissenschaft und Wirtschaft organisiert.
Auftakt war der Besuch des Bundespräsidenten Horst Köhler Israel vom 1.- 4. Februar 2005. Als feierlicher Höhepunkt des Jubiläumsjahres hielt der israelische Staatspräsident Katsav während seines Staatsbesuchs in Deutschland Ende Mai eine Rede vor dem Bundestag, in der er die deutsch-israelischen Beziehungen positiv bewertete und zu weiteren Bemühungen aufrief: “Zwischen unseren beiden Staaten herrscht eine politische Nähe, sorgen wir dafür, dass sie in gemeinsamen Werten, gemeinsamen Überzeugungen und gemeinsamen Wegen ihren Ausdruck findet” (www.bundestag.de/rede_katsav)
Am 6. Juni 2005 veranstalteten die Deutsche und die Israelische Botschaft in Prag eine Diskussionsrunde mit dem gegenwärtigen Botschafter des Staates Israel in Deutschland Shimon Stein und dem Botschafter der Bundesrepublik in Israel in den Jahren 1981- 1985 Niels Hansen.
Niels Hansen verwies auf den historischen Aspekt der bilateraren Beziehungen, deren Aufnahme vor mehr als 40 Jahren auf beiden Seiten nicht unumstritten war. Er betonte dabei, dass die ersten Gespräche bereits vor den gemeinsamen diplomatischen Schritten mit dem Luxemburger Abkommen von 1952 erfolgten. In der nach komplizierten Verhandlungen getroffenen Vereinbarung wurde damals die Frage der westdeutschen Entschädigungszahlungen an Israel geregelt.
Mit Blick auf die heutige Situation bezeichnete Shimon Stein die Bundesrepublik als den zweitwichtigsten israelischen Verbündeten nach den USA und den wichtigsten Partner in Europa. Besorgt äußerte er sich angesichts eines neuen deutschen und europäischen Antisemitismus. Niels Hansen teilte diese Sorge in bezug auf Deutschland nicht und sagte, dass er „vollkommen relaxed“ sei. Voller Zuversicht war er hinsichtlich einer weiteren Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen in der Zukunft.
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