Universität Olmütz erhält Stiftungsprofessur für deutsche Literatur

Auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Dr. Christina Weiss, wurde an der Palacký-Universität Olmütz (Olomouc) in der Tschechischen Republik ein Stiftungslehrstuhl für deutsche Literatur der böhmischen Länder eingerichtet. Die feierliche Inauguration des ersten Stiftungsprofessors am Germanistischen Lehrstuhl, Dr. Jörg Krappmann, fand am 19. Mai 2003 an der Philosophischen Fakultät statt.

Für die Stiftungsprofessur werden zum ersten Mal einer ausländischen Universität von der Beauftragten für Kultur und Medien Bundesmittel zur Verfügung gestellt. Sie ist auf die Dauer von fünf Jahren angelegt. Bislang existierte in Olmütz eine "Forschungsstelle für deutschmährische Literatur". Darauf aufbauend wird sich die neue Stiftungsprofessur der gesamten deutschsprachigen Literatur aus dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik vom Mittelalter bis zur Gegenwart widmen. Deutscher Partner ist das Institut für Germanistik der Universität Potsdam. Es ist vorgesehen, dass die Universität Olmütz die Forschungsarbeiten nach Auslaufen der Förderung fortsetzt.

In einer schriftlichen Grußbotschaft an die Rektorin der Universität Olmütz erklärte die Kulturstaatsministerin: "Wir wollen den Beitrag der Deutschen zur Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas pflegen und weiterentwickeln. Dies gelingt am besten an den Universitäten. Nirgendwo kann man soviel über die deutsche Literatur der Kulturlandschaften Böhmen oder Mähren erfahren, nirgendwo ist man so aufgeschlossen, sich wissenschaftlich oder pädagogisch für diesen Kulturbeitrag zu engagieren, wie etwa in Prag oder eben in Olmütz. Hier am Germanistischen Lehrstuhl, wo Tschechen und Deutsche gemeinsam wissenschaftlich arbeiten und sich besonders der Erforschung der in deutscher Sprache verfassten mährischen Literatur verschrieben haben, wird das gemeinsame Erbe auf besondere Weise gepflegt. Gerade vor dem kulturellen Hintergrund der EU-Osterweiterung darf die Einrichtung dieser Stiftungsprofessur als ein wichtiges Zeichen gelten."

vollständiger Text des Grußwortes von Kulturstaatsministerin Dr. Weiss
 
 

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