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N E W S L E T T E R   D E U T S C H E   B O T S C H A F T   P R A G

8/2006

 

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50. Todestag von Bertolt Brecht
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„Ändere die Welt, sie braucht es“ - diese Forderung von Bertolt Brecht hat auch 50 Jahre nach seinem Tod nichts von ihrer Aktualität verloren. „Brecht ist der einzige deutsche Dramatiker von wirklichem Weltruhm“, sagt der Intendant Claus Peymann, der das einst von Brecht und seiner Frau Helene Weigel gegründete Berliner Ensemble heute leitet. Am 14. August 1956 starb der gebürtige Augsburger Brecht im Alter 58 Jahren in Ost-Berlin. „Brecht kann heute den Menschen helfen, die richtigen Fragen zu stellen und manchmal auch die richtigen Antworten zu geben“, so Peymann. „Woher kommt das Unrecht? Wie kann man die Welt verbessern? Warum hört der Krieg in der Welt nicht auf?“. An deutschsprachigen Bühnen ist Brecht nach Shakespeare und den Gebrüdern Grimm der meistgespielte Autor. Neben der antikapitalistischen „Dreigroschenoper“ gehört Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“ über Krieg und Kriegsgewinnler zu den Publikumsrennern. Nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen Exil 1948 hatte sich Brecht, der sich seit 1926 mit dem Marxismus beschäftigte, für die DDR als neue Heimat entschieden. Er gilt als Erfinder des so genannten epischen Theaters, das den Zuschauer durch verfremdende Mittel - zum Beispiel das Heraustreten des Schauspielers aus seiner Rolle oder Lieder und Texttafeln - in ein kritisch-beobachtendes Verhältnis zum Bühnengeschehen versetzt. So sollen die auf der Bühne gezeigten Verhaltensweisen als gesellschaftlich bedingt und deshalb veränderbar gezeichnet werden. Das Berliner Ensemble feiert Brecht vom 12. August bis zum 3. September mit einem Brecht-Fest, bei dem auch Gastspiele von Brecht-Inszenierungen aus Tokio, Budapest, Barcelona, Nizza, Zagreb und Florenz zu sehen sind.

 

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Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung
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Der Sudetendeutsche Herbert Werner und der Prager Diplomat Tomáš Kafka erhalten als langjährige Direktoren des bilateralen Zukunftsfonds den diesjährigen deutsch-tschechischen Kunstpreis. Die Auszeichnung wird gemeinsam vom Adalbert Stifter Verein München und der Union für gute Nachbarschaft Prag vergeben. Die Ehrung erfolge am 24. November in der nordböhmischen Stadt Teplice (Teplitz), teilte der Stifter Verein mit. Der Preis wird zum 11. Mal verliehen. In der Vergangenheit waren unter anderem der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und der Schriftsteller Reiner Kunze geehrt worden. Dass er den Preis ist seiner Geburtsstadt Teplitz erhalte, sehe er als besondere Geste, sagte Werner. Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete war 1945 als Vierjähriger mit seiner Familie aus der Tschechoslowakei vertrieben worden. Auch Kafka sagte, er freue sich sehr über die Auszeichnung: „Dass ich einen Preis für etwas bekomme, was mir Freude bereitet, betrachte ich als wahren Luxus.“ Er arbeitet mittlerweile als Sektionsleiter im Außenministerium in Prag. Die Preisträger erhalten Kunstwerke, die von deutschen und tschechischen Künstlern gestiftet werden. Der Zukunftsfonds war auf Grundlage einer 1997 zwischen Deutschland und Tschechien geschlossenen Aussöhnungserklärung gegründet worden und hat bereits tausende bilaterale Projekte ermöglicht.

 

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17. Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
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Musikfestspiele - Erstklassige Konzerte, die stimmungsvolle Atmosphäre historischer Architektur und eine malerische Landschaft – das ist das Erfolgsgeheimnis des mit jährlich über 100 Konzerten drittgrößten Musikfestivals in Deutschland. Die musikalische Entdeckungsreise durch Mecklenburg-Vorpommern beginnt traditionell in der Heiligen-Geist-Kirche der alten Hansestadt Wismar (Weltkulturerbe) und endet in einem der modernsten und zugleich faszinierendsten Konzertsäle des Landes, der Konzertkirche in Neubrandenburg. Zu den Stargästen gehören in diesem Jahr der Geiger Nigel Kennedy, die Dirigenten Mstislav Rostropovich und Kent Nagano sowie der Cellist Mischa Maisky und der Altus Andreas Scholl. In der Reihe Musik und Literatur treten unter anderem die Schauspieler Armin Mueller-Stahl und Sky du Mont auf sowie Otto Sander und Ben Becker. Renommierte Klangkörper wie die Academy of St Martin in the Fields, das NDR Sinfonieorchester und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin sind ebenso vertreten wie der berühmte Leipziger Thomanerchor.

 

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Drei Rembrandt-Ausstellungen in Berlin
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Im Rembrandt-Jahr 2006 sind in Berlin gleich drei Ausstellungen zu sehen. Zum 400. Geburtstag des niederländischen Malers und Grafikers (1606-1669) präsentieren die Staatlichen Museen einen „Rembrandt-Block“, der den Künstler „als Universalgenie in Malerei, Zeichenkunst und Druckgraphik“ feiern wird. Vom 4. August bis zum 5. November zeigen die drei Ausstellungen in der Gemäldegalerie am Kulturforum „Rembrandt. Genie auf der Suche“ sowie „Rembrandt. Der Zeichner“ und „Rembrandt. Ein Virtuose der Druckgraphik“. Die Ausstellungsmacher wollen den Fokus auf Rembrandts Schaffenskrise nach 1642 und seine rastlose Suche nach einem neuen Stil bis zum Beginn der 1650er Jahre legen. Mit rund 80 Gemälden aus aller Welt präsentiert allein die Schau „Rembrandt. Genie auf der Suche“ eine hochkarätige Auswahl an Werken aus der Sammlung der Berliner Gemäldegalerie und internationalen Leihgaben von Los Angeles über St. Petersburg bis Melbourne. Dabei soll ein Schwerpunkt auch auf die neuere Rembrandt-Forschung gelegt werden. Das Berliner Kupferstichkabinett besitzt eine der bedeutendsten und umfangreichsten Sammlungen von Rembrandt-Zeichnungen weltweit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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