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N E W S L E T T E R D E R D E U T S C H E N B O T S C H A F T P R A G
Der 60. Jahrestag des Kriegsendes weckt sehr unterschiedliche Empfindungen, nicht zuletzt bei uns Deutschen. Wir würdigen mit einem Gefühl der Erleichterung die Befreiung auch Deutschlands vom Nationalsozialismus, aber wir tun dies natürlich post factum und in der bitteren Erkenntnis, dass trotz einiger mutiger Versuche die Deutschen selbst nichts zu ihrer eigenen Befreiung beigetragen haben. Wir trauern um die Opfer des Krieges und gedenken dabei vor allem derjenigen, die dem systematischen Massen- und Völkermord zum Opfer gefallen sind, auch auf tschechischem Boden. Wir erinnern uns mit Abscheu an die dafür Schuldigen, die so viel Schande über das deutsche Volk gebracht haben. Der Rückblick auf den 8. Mai 1945 sollte aber keinesfalls die Sicht von dem Weg ablenken, den Europa seitdem zurückgelegt hat. Wir leben nicht mehr im Zeitalter von Jalta und Potsdam, wir leben im Zeitalter von Helsinki und Maastricht. Ohne die entschlossene Überwindung der historischen Antagonismen! Den vollständigen Artikel finden Sie Ende nächster Woche auf der Homepage der Deutschen Botschaft.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Botschafter Dr. Libal übergab am 27.4. 14 Absolventen der Dualen Berufsausbildung im Rahmen eines Empfangs in der Residenz die Abschlussdiplome. Es handelt sich um junge Industrie-, Außenhandels- und Einzelhandelskaufleute. Dr. Libal zeigte sich erfreut, dass sich die Absolventen trotz des im Zuge der Globalisierung wachsenden Ausbildungsangebot für das deutsche Duale System entschieden haben, das weiterhin weltweit ein Exportschlager sei. Die Wahl schaffe für die jungen Leute sehr günstige Perspektiven auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Er dankte auch der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer, die den Ausbildungsgang seit Jahren mit großem Engagement unterstützt. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Das Informationszentrum des DAAD in Prag bittet alle ehemaligen Stipendiaten des DAAD um Mithilfe bei einem Projekt, das die Wirkung der DAAD-Stipendien und die Zusammenarbeit mit den Alumni untersuchen soll. Der DAAD interessiert sich dafür, ob der Aufenthalt in Deutschland nützlich war und wo seine Stipendiaten jetzt tätig sind. Außerdem möchte er seine ehemaligen Stipendiaten auf interessante Aktionen und Angebote aufmerksam machen. Kontakt: - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Kooperation als gutes Beispiel für deutsch-tschechische Kulturbeziehungen gewürdigt Mit der Premiere von "Das Rheingold" hat am Sonntagabend (17.04.) im Prager Nationaltheater in Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein (Düsseldorf/Duisburg) die Aufführung von "Der Ring des Nibelungen" begonnen. Es ist das erste Mal in der 121-jährigen Geschichte des Theaters, dass der Zyklus von Richard Wagner von der bedeutendsten tschechischen Bühne gezeigt wird. Rund 1000 Besucher, darunter Parlamentsabgeordnete und Diplomaten, feierten die Inszenierung von Kurt Horres mit langem Applaus. "Aus eigener Kraft könnten wir den enormen Aufwand einer eigenen Produktion nicht leisten", sagte der Intendant der Prager Oper, Daniel Dvorák. Der Generalintendant der Rheinoper, Tobias Richter, nannte die Koproduktion "einen Glücksfall". Prag sei "eine der größten Musikstädte Europas". Bis zum 22. Mai ist "Der Ring des Nibelungen" in Prag zu sehen. Die Deutsche Oper stellt die Solisten und den Dirigenten, das Nationaltheater das Orchester und den Chor. Kulturstaatsministerin Christina Weiss und ihr tschechischer Amtskollege Pavel Dostal würdigten die Kooperation in einem Grußwort als "gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit in den deutsch-tschechischen Kulturbeziehungen" (dpa)
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