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N E W S L E T T E R   D E U T S C H E   B O T S C H A F T   P R A G

11/2005

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Deutschland fördert Windkraft-Ausbau in Tschechien
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Deutschland fördert den Ausbau der Windenergie in Tschechien mit zusätzlich zwei Millionen Euro. Bundesumweltminister Jürgen Trittin unterzeichnete am Montag (11.07.) in Berlin den Vertrag für das Umweltschutzprojekt "Windpark Rusová" auf der tschechischen Seite des Erzgebirges. Dort will das tschechische Unternehmen green lines s.r.o drei Windkraftanlagen für 6,5 Millionen Euro errichten. "Das Projekt hat grenzüberschreitende positive Umweltauswirkungen", erläuterte Trittin die Förderung mit deutschen Mitteln. Damit könne der Kohlendioxid-Ausstoß um mehr als 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verringert werden.
Das Projekt "Windpark Rusová" gehört laut Trittin zu bisher 12 gemeinsamen Umweltschutzpilotprojekten beider Länder. Zuletzt wurde im September 2004 der mit 800 000 Euro von seinem Ministerium auch unterstützte Windpark "Loucna/Wiesenthal" in Betrieb genommen. Seit 1992 hat das Bundesumweltministerium für 16 Umweltschutzprojekte in Tschechien, Polen und Lettland insgesamt rund 66 Millionen Fördermittel bereitgestellt.


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Historikerkommission zur Aufarbeitung der Rolle des Auswärtigen Amts in der NS-Zeit berufen
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Außenminister Joschka Fischer hat am 11. Juli eine unabhängige Historikerkommission eingesetzt, die die Rolle des Auswärtigen Dienstes in der NS-Zeit erforschen soll. Die Arbeitsgruppe, der außer drei deutschen Wissenschaftlern auch zwei Historiker aus Israel und den USA angehören, soll auch den Umgang mit der Vergangenheit nach der Wiedergründung des Auswärtigen Amts 1951 beleuchten.
Die Historiker sollen zunächst den Forschungsstand bewerten und die Fragestellungen der zu leistenden Untersuchungen formulieren. Dem Gremium gehören die Geschichtswissenschaftler Eckart Conze (Marburg), Norbert Frei (Jena), Klaus Hildebrand (Bonn), Henry A. Turner (Yale/USA) und Moshe Zimmermann (Jerusalem/Israel) an. Die Ergebnisse der Kommission sollen veröffentlicht werden.

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450 Jahre Augsburger Religionsfrieden
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Am 15. Juni wurde in Augsburg eine große Ausstellung zum 450. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens eröffnet. Sie präsentiert sich als "begehbare Geschichte". Wertvolle Exponate erweisen sich als Träger historischer Aussagen, die mit den übersichtlich angebrachten Informationstafel in Korrespondenz treten. Den Ausstellungsmachern ist eine didaktisch und optisch gelungene Aufarbeitung der Zeit zwischen dem Augsburger Religionsfrieden im Jahr 1555 und dem Westfälischen Frieden 1648 geglückt.
Mit dem Augsburger Friedensschluss begann eine Phase der inneren Ruhe in Deutschland für mehr als 60 Jahre. Erstmals wurde damals dem Luthertum durch ein weltliches Recht die friedliche Existenx neben dem Katholizismus zugebilligt. Die deutschen Reichsfürsten und Territorialherren hatten das Recht, für sich und ihre Untertanen über die Konfession zu entscheiden (lat. "cuius regio, eius religio"). Die Ausstellung ist das Kernstück der Augsburger Feierlichkeiten zum 450. Jahrestag des Religionsfriedens. Zum historischen Jahrestag, am 25. September, wird Bundespräsident Horst Köhler zu einem Festakt nach Augsburg kommen.

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